Oskarshamn bis Kalmar

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23. Juli, Oskarshamn bis Emfors

Nachdem wir erfolgreich den Regen abgepasst haben, ging es um 16 Uhr weiter. Heute sind wir wieder entspannt 20 km mit 190 hm gefahren, nachdem Nicos Oberschenkel immer noch nicht wieder gut ist. Das kalte Kartoffelpüree mit Beilage war kalt natürlich besonders schmackhaft. Auch von der Außentemperatur und dem Wind ist es ganz schön frostig gewesen am Wasser.

Nach der Pause hat uns einer der schönsten Abschnitte erwartet: Ein kleiner Weg durch den Wald, an Flüssen vorbei. Belohnt wurden wir mit dem schönsten Wildcampingspot bis jetzt und wärmender Sonne.

24. Juli, Kanutag in Mönsterås

Heute gab es Abwechselung zum Fahrradfahren. Wir haben uns in Mönsterås ein Kanu gemietet und sind zu den Klängen von Santiano durch die Schären gepaddelt. Durch den Gegenwind war das auch eine sportliche Angelegenheit. Allein in dem Gebiet um Mönsterås gibt es etwa 200 Inseln, von denen nur ca. 50 bewohnt sind. Und bewohnt bedeutet, dass maximal 3 Häuser auf einer Insel sind. Echt tolle Feriendomizile!

Abends waren wir das erste Mal Essen. Natürlich mussten wir die heimische Küche ausprobieren: es gab Pizza und Hamburger. Die richtige schwedische Küche haben wir noch nicht entdeckt, es gibt primär HotDogs und andere amerikanischen Speisen.

Nach dem Abendessen sind wir zu einem Shelter auf einer kleinen Insel gefahren. Überall in Schweden und auch in anderen skandinavischen Ländern gibt es von den Kommunen aus selbst gebaute Holzwindhütten, in denen man umsonst schlafen kann. Alle diese Shelter sind in der App „Vindkyddskartan“ eingezeichnet. In einer der Hütten hat bereits ein anderer Bikepacker geschlafen – natürlich ein Deutscher. Er war mit seinem Stahlrahmenrad (19 kg) und 30 kg Gepäck unterwegs, wir sind hier quasi Minimalisten.

25. Juli, Ramsö bis Rockneby

Nach einem sehr entspannten Morgen ging es mittags wieder los, heute mit richtigem Aprilwetter: Schauer – Sonne – Schauer. Aus diesem Grund haben wir abends beschlossen diesmal nicht im Zelt, sondern im Shelter zu schlafen. Ich war stolz auf unsere Schnurkonstruktion, um zumindest gegen die Mücken gewappnet zu sein. Zum Abendessen gab es 2 Liter Filmjölk und vorm Wegwerfen gerettete Salate. Die Schweden haben eine riesen Auswahl an Milchprodukten. Filmjölk, A-Fill, und vieles mehr ist Milch, welche mit unterschiedlichen Bakterienkulturen fermentiert wird. Joghurt kommt hier aus dem Tetrapack und an die Blaubeersuppe haben wir uns noch nicht rangetraut.

26. Juli, Rockneby bis Kalmar

Da es abends richtig regnen sollte, haben wir eine Nacht in einem AirBnb direkt im Kalmarer Zentrum geschlafen. Dort haben wir zusammen mit dem Gastgeber Leo gewohnt, welcher sein eigenes Schlafzimmer an Gäste vermietet und dann selbst im Wohnzimmer auf der Couch wohnt. Abends haben wir eine große Portion Ratatouille mit Nudeln gekocht, endlich mal etwas Frisches!

Meine Vorurteile gegenüber Gamern wurden bestätigt. Pizza und Energy Drinks.

27. Juli, Kalmar

Heute wollten wir uns Kalmar anschauen. Seit Norrköping die erste größere Stadt und das erste Mal seit Stockholm wieder viele Touristen. Die Innenstadt ist hübsch mit vielen kleinen Häusern. Außerdem befindet sich die am besten erhaltene Burg Skandinaviens in Kalmar.

Nachmittags waren wir noch mal groß einkaufen, um uns das am nächsten Tag zu sparen. Dann ging es wieder für uns wieder nördlich von Kalmar zu einem wunderschön gelegenen Shelter. Windig, aber direkt am Wasser.

28. Juli, Kalmar

Heute ist der erste Strandtag mit gutem Wetter gewesen! Wir sind noch eine weitere Nacht beim Shelter geblieben und zu der nächst gelegenen Schwimmtstelle gefahren. Das hieß auch das erste Mal Schwimmen (bzw. erfrieren bei 18 Grad Wassertemperatur) für uns.

Abends haben wir uns mit einem Schweden bei uns am Shelter zum Grillen verabredet. Die perfekte Glut ist es mit Stöckchen, Baumrinde und Blättern nicht geworden, aber hat gut funktioniert. Es war ein sehr netter Abend, bei dem sich später noch ein weiteres Paar aus Deutschland angeschlossen hat. Geschlafen haben wir diesmal ohne Mückennetz im Shelter. Als Schlafsackmumie und mit Autan war es besser als gedacht. Außerdem mussten wir dadurch am nächsten Morgen nicht das nasse Zelt einrollen.

Kommentare

Ein Kommentar

  1. Teda Frey

    Die Fotos sind richtig toll! Ihr tragt Regenkleidung und das Wasser hat nur 18 Grad? Wir schwitzen bei 35 – 40 Grad! Weiterhin viel Spaß und gute Erholung trotz anstrengender Fahrradtour. Alles Liebe Oma

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