11. Juli, Stockholm bis Mörkö (52 km, 550 hm)
Mit durchdacht gepackten Fahrradtaschen und frisch geduscht ging es los in die Fahrradtour. Sonnig, aber angenehme Temperaturen, also perfekte Bedingungen. Mittags haben wir 4 Portionen gekocht: Kochbeutelreis mit fertiger Tikka Masala Sauce, Paneer und Tiefkühlgemüse. Abgespült wurde direkt wieder im Supermarkt am Waschbecken neben dem Pfandautomaten. War natürlich gar nicht unangenehm.

Nach unserer ersten kurzen Fährfahrt haben wir einen wunderschönen Schlafplatz direkt am Strand gefunden. Der erste Tag lief wirklich ohne Probleme!




12. Juli, Mörkö bis Nyköping (69 km, 642 hm)
Selbst 4 Liter Wasser haben gerade noch für einen Kaffee gereicht. Hier gibt es wirklich seltener Tankstellen und Supermärkte als wir dachten. Die ersten 20 km mussten wir deswegen ohne Wasser schaffen.
Die Route führt bis jetzt über viele wenig befahrene Straßen und teilweise schottrige Waldwege. An uns ziehen viele Weizen- und Grasfelder vorbei und flache Wege bilden die Ausnahme. Meistens geht es kleine Hügel hoch und runter, was uns langsamer Vorankommen lässt als geplant.
Mittagspause hatten wir am einzigen Supermarkt auf der Strecke: Wraps mit Salat, Dips, Feta und Bohnen. Abends gibt es dann Falafel statt Feta. Sogar ohne kochen brauchen wir zum Einkaufen, Essen, Abspülen und Eincremen fast 3 Stunden. Mal schauen wie wir so die 100 km schaffen sollen.

Die Schlafplatzsuche war schwieriger als gedacht. Die Wälder neben den Straßen sind sehr dicht und die Felder/Wiesen Privateigentum. Außerdem gehen von den Straßen fast nur Privatwege ab. Heute hatten wir Glück: Wir sind auf der Suche nach einem Schlafplatz einen Weg zum Wasser gefahren und mitten auf einem Grundstück gelandet. Die Besitzerin hat uns dann erlaubt bei ihr auf einer Wiesenfläche neben der Zufahrt zu schlafen.
13 Juli, Nyköping bis Norrköping (84 km, 660 hm)
Heute war das Ziel zu Bekannten von Jasper, Birgit und Franz, in Norrköping zu fahren. Die Beine waren sehr müde, der Po schmerzt. Gerade die letzten 20 km rein auf einer befahrenen Straße haben besonders auf Nicos Stimmung geschlagen. Die beiden haben sich herzlich um uns gekümmert: Eine warme Dusche, geschmortes Rentier und ein großes Bett waren die Belohnung. Es war ein sehr netter Abend, inkl. politischer Diskussionen und Tipps für unsere Tour.



14. Juli, Norrköping bis Husby Säteri (32 km, 230 hm)
Nach einem entspannten Frühstück stand eine kurze Etappe zu einem alten Herrenhaus, Husby Säteri, an. Trotz mehrerer Angebote lehnten wir das Attest von Franz zur Einweisung in die Psychiatrie wegen Unzurechnungsfähigkeit ab und fuhren trotz allem bei gefühlten 50 Grad los. Zum Abschied gab es noch schwedische Fahnen zur Verschönerung unserer Bikes.

Unsere Unterkunft für unseren ersten Pausentag lässt sich sehen: Ein alter Gutshof von 1795, der original getreu restauriert wurde. Seit 2023 von einem Paar mit Kindern geführt, die drei Nebengebäude mit Hotelzimmern gebaut haben.






15. Juli, Husby Säteri
Der Pausentag begann mit einem schönen Frühstücksbüffet im Gutshof. So kann man den Tag starten. Ansonsten haben wir unsere Beine entspannt und uns an den See gelegt. Ein richtig verdienter Pausetag.









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